CSD* – chaos szene dance
Das queere Kulturfest in der Kultur-Nische und der Szene.
Ganztägiges, buntes Kulturprogramm von frühs um zehne bis spät inne Puppen.
Ganztägiges, buntes Kulturprogramm von frühs um zehne bis spät inne Puppen.
am Samstag, 13. September 2025 • von 10 Uhr bis 2 Uhr
in der Kultur-Nische • Radestraße 1 • 29410 Salzwedel
in der Kultur-Nische • Radestraße 1 • 29410 Salzwedel
10 – 18 Uhr
KUNSTSZENE
Neun sachsen-anhaltische und niedersächsische Künstler:innen aus der LGBTQ*-Community und dem Vereinsumfeld stellen ihre Werke im Obergeschoss der Kultur-Nische aus. Diese Ausstellung ist Teil des Kunstfestivals Wagen & Winnen.
KUNSTSZENE
Neun sachsen-anhaltische und niedersächsische Künstler:innen aus der LGBTQ*-Community und dem Vereinsumfeld stellen ihre Werke im Obergeschoss der Kultur-Nische aus. Diese Ausstellung ist Teil des Kunstfestivals Wagen & Winnen.
Maria Archangelskaja (Salzwedel) •
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Maria Archangelskaja wurde 1988 in der usbekischen Hauptstadt Taschkent geboren und emigrierte 1998 mit ihrer Mutter nach Deutschland. Auf der Suche nach Heimat tanzt sie durch die Weltgeschichte, bevor sie 2020 nach Salzwedel zieht. Am Schönsten tanzen die Altmärker:innen ihrer Ansicht nach auf den Zwanziger Jahre-Partys in der Kultur-Nische.
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"Die Tanzenden wurden für verrückt gehalten von denjenigen, die die Musik nicht hören konnten."
Maria Archangelskaja zeigt analoge Fotografien von tanzenden Menschen, die ihr auf der Reise des Lebens begegnet sind. Menschen tanzen zu sehen, macht etwas mit einem, ist sich die Künstlerin sicher. Tanz berührt, bewegt oder amüsiert – und bezieht so selbst vermeintliche Betrachter:innen mit ein. |
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Aufgewachsen zwischen Dorfsportplatz und der Seitenbühne im Theater beschäftigt sich Lea Argirov viel damit, welche Bedeutung die „Bühne“ auch im Alltag besitzt. Abgesehen von ihrer künstlerischen Arbeit beschäftigt sie sich durch ihre Herkunft aus Dessau-Roßlau auch gerne damit, ihren Mitmenschen zu erklären, dass das Bauhaus nicht nur ein Baumarkt ist.
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Schwebende Silhouetten und zerfallende Ornamente verschwimmen auf der Leinwand zu einem Spiel zwischen Inszenierung und Erinnerung. Spuren von Bierflaschen, Fußabdrücken und Regenwolken führen in eine Welt der persönlichen Erfahrungen und universeller Symbolik, die irritieren, frustrieren oder auch ein falsches Gefühl der Sicherheit auslösen sollen – ein Raum der Projektion und Reflexion.
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Steffi Hartmann (Salzwedel) • aufgehübscht und neuverschönt • Möbel- und Textilupcycling |
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Steffi Hartmann ist 1968 in der Altmark geboren und dort aufgewachsen. 2020 wurde bei ihr das Asperger-Syndrom, eine Variante des Autismus, diagnostiziert. Seitdem arbeitet sie aktiv daran, ihren unkonventionellen Ideen nachzugehen und ihre Andersartigkeit auszuleben, anstatt sie zu verstecken.
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Steffi Hartmanns Hauptaugenmerk liegt in der kostengünstigen und kreativen Umgestaltung von Innenräumen, Gebäuden, Möbeln und Textilien. Sie probiert, in ihren Arbeiten vorhandene Materialien wiederzuverwenden oder aufzuarbeiten und so ausgedienten Gegenständen, die andere weggeworfen haben, ein neues Leben zu geben. Aus Seilresten der in Salzwedel ansässigen Seilerei Dietrichs hat sie beispielsweise Taschen gehäkelt.
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Hand Print (Gifhorn) • Die Reise zu sich selbst • Malerei und Mixed Media |
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Hand Print ist eine generationenübergreifende Kunstgruppe des Queeren Netzwerks Gifhorn, die 2022 gegründet wurde. Einmal im Monat treffen sich bis zu 10 Kunstinteressierte im Jugendzentrum Spektrum, um rund um ein Abendthema gemeinsam kreative Werke – von Collagen über Malerei bis Bodypainting – zu erschaffen und sich frei kreativ ausdrücken. Die Gruppenleitungen Tay Westphal, Lukas Nelke und Rosa Stolzenburg zeigen Arbeiten der gesamten Gruppe in Salzwedel.
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Die ausgestellten Werke von acht Teilnehmer:innen der Hand Print-Kunstgruppe sind mithilfe mehrerer Kunsttechniken auf verschiedenen Medien entstanden und behandeln eine Vielzahl von Themen, Emotionen und Lebensabschnitten, mit denen sich die die junge, queere Generation in Gifhorn beschäftigt. Mit ihren unterschiedlichen Interpretationen der eigenen Gefühlswelt und der sie umgebenden Umwelt richten die jungen Künstler:innen eine Einladung an die Menschen, das Leben etwas bunter zu gestalten, und sich möglicherweise auch auf eine Reise zu sich selbst zu begeben.
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Eike Kuhse (Lüneburg) • Grüße durch Maschendraht • Malerei und Mixed Media |
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Eike Kuhse ist Jahrgang 1986 und lebt – nach seinem Kunststudium in Saarbrücken – mittlerweile in Lüneburg. Dort ist er sowohl in der Ateliergemeinschaft Farbkantine, als auch in der queeren Szene aktiv.
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In seinen Arbeiten konzentriert sich Eike Kuhse auf belanglos erscheinende Beobachtungen aus dem Alltag. Die seltsamen Früchte, die der menschliche Nestbau tragen kann, wecken sein Interesse. So beleuchtet er in detailgetreuen Ölmalereien und repetitiver Druckgrafik Skurrilitäten der menschlichen Lebensraumgestaltung.
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Tanna Künemund (Lemgow) • Queerfeministischer Antilookism • Skulptur und Installation |
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Tanna Künemund arbeitet künstlerisch in Malerei und Skulptur (Ton, Bronze, Plüsch, sowie Klopapier), schreibt Lyrik und Prosa, konzipiert und organisiert grenzübergreifende Veranstaltungen in der Sofaauffangstation, sowie anderen Orten beiderseits der ehemaligen Grenze, damit die Mauer in den Köpfen endlich mal verschwindet.
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In ihren (sur)realen Skulpturen und Installationen greift Tanna Künemund das Phänomen lookism auf: die ständige, gegen andere und sich selbst gerichtete Abwertung anhand des äußeren Erscheinungsbildes. Drei Arbeiten zu diesem Thema treffen sich in einem Raum: Queerfeministische 3D-Poesie (in Ton, Bronze und Wort), Nippel auf Flaschen (in haarigen Nestern mit abendlichen Schlafnebeln) und die neue Plüschbärkollektion bewohnen diesen Raum der erlebten und geplatzten Träume.
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Anne Schäfer / artselig (Lehrte/Trier) • Sappho would binge this • Digitale Illustration |
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Anne Schäfer / @artselig ist eine queere Illustrator:in und Grafikdesigner:in. Ihre Arbeiten entstehen mit Bleistift und digitalen Pinseln – inspiriert von bewegenden Geschichten und Frauen, die sich lieben.
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Lesbische* Identitäten in Geschichte und Popkultur. Eine Hommage in Postern.
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Anne Schäfer / @artselig war im September 2022 die erste queere Künstlerin, die in der Szene ihre Werke ausstellte.
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14 Uhr
SZENENBILD
SZENENBILD
Die Szene in der Kultur-Nische wird mit Sektempfang und einer Ansprache der Engagementbotschafterin Kultur des Landes Sachsen-Anhalt 2023-25, Lea Argirov, feierlich eröffnet. Das szene-Wandbild, das herausragende, queere Personen und kulturelle Meilensteine in Ostdeutschland zeigt, wird enthüllt.
Außerdem gibt es coolen Wandbild-Merchandise (Federmäppchen in marineblau und rosa für je 10€, Sticker für je 2€), dessen Erlös der Künstlerin und dem Verein zugute kommt.
Design: Anne Schäfer / @artselig; Künstlerische Leitung: Bettina Müller / @neritbaum;
Künstlerische Umsetzung: Steffi Hartmann, Steffi Schumacher, Maria Archangelskaja, Gisa Märgner, Yulian Ide, u.a.
Außerdem gibt es coolen Wandbild-Merchandise (Federmäppchen in marineblau und rosa für je 10€, Sticker für je 2€), dessen Erlös der Künstlerin und dem Verein zugute kommt.
Design: Anne Schäfer / @artselig; Künstlerische Leitung: Bettina Müller / @neritbaum;
Künstlerische Umsetzung: Steffi Hartmann, Steffi Schumacher, Maria Archangelskaja, Gisa Märgner, Yulian Ide, u.a.
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17 Uhr
HÖRSPIELSZENE Kontaktanzeigen. Queere Generationendialoge in Ostdeutschland. In einer (fiktiven) Redaktionssitzung der (realen) Untergrund-Lesbenzeitschrift frau anders treffen Vertreter:innen historischer Subkulturen der DDR- und Wendezeit auf heutige Aktivist:innen in Ostdeutschland. |
Hörspielveranstaltung im Liegen. Eintritt frei. Moderation: Judith Geffert und Mike Dele Dittrich Frydetzki
Judith Geffert (Berlin) • Kontaktanzeigen. Queere Generationendialoge in Ostdeutschland • Hörspiel & StorytellingJudith Geffert, geboren 1989 in Magdeburg, ist freie Radio-Autor:in. Sie studierte Literatur- und Theaterwissenschaft, sowie Kultur und Geschichte Mittel- und Osteuropas in Berlin und Frankfurt (Oder). Seit 2013 produziert sie Features, Storytelling-Podcasts und experimentelle Dokus für Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur, rbbkultur, MDR und freie Radios.
Mike Dele Dittrich Frydetzki (Leipzig) • Kontaktanzeigen. Queere Generationendialoge in Ostdeutschland • Performance & TheaterMike Dele Dittrich Frydetzki arbeitet und forscht mit/in Performance und Theater, wohnt in Leipzig und legt gelegentlich als DJ NEEDY auf. Dey promoviert über (nicht)konsensuelle Kommunikationsformen in Probenprozessen, basierend auf der Arbeit von Intimitätskoordination an der Universität der Künste Berlin.
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18 – 02 Uhr
SZENECLUB
Die Party für alle bunt gelaunten Leute im KuNi-Innenhof mit Drinks, Drag Queens und Dancefloor. Am Mischpult spielen Szenegänger:innen ihre Li-La-Lieblingsmukke und Pink Pony Popmusik, bevor DJ NEEDY Dyke Hits der 80er, 90er und allen Jahrzehnten seitdem kredenzt. Befreundete Vereine und Initiativen präsentieren sich und ihre Anliegen. Im "Darkroom anno 1900" liegen Info-Materialien zu Safer Sex, HIV- und STD-Prävention (mit Dank an IWWIT - Ich weiß, was ich tu) aus.
Empfangsdame: Drag Queen Trixi Theyum
Eintritt: 5 – 10 Euro (flexibler Sozialpreis) • Der Eintritt gilt auch für die gleichzeitig im AZ Kim Hubert stattfindende Antifa-Party.
SZENECLUB
Die Party für alle bunt gelaunten Leute im KuNi-Innenhof mit Drinks, Drag Queens und Dancefloor. Am Mischpult spielen Szenegänger:innen ihre Li-La-Lieblingsmukke und Pink Pony Popmusik, bevor DJ NEEDY Dyke Hits der 80er, 90er und allen Jahrzehnten seitdem kredenzt. Befreundete Vereine und Initiativen präsentieren sich und ihre Anliegen. Im "Darkroom anno 1900" liegen Info-Materialien zu Safer Sex, HIV- und STD-Prävention (mit Dank an IWWIT - Ich weiß, was ich tu) aus.
Empfangsdame: Drag Queen Trixi Theyum
Eintritt: 5 – 10 Euro (flexibler Sozialpreis) • Der Eintritt gilt auch für die gleichzeitig im AZ Kim Hubert stattfindende Antifa-Party.
Trixi Theyum (Osterburg) • DragTrixi Theyum ist eine Nachwuchs-Drag Queen aus der wunderschönen Altmark. Sie hat vor zwei Jahren die Kunstform Drag für sich entdeckt und wird am 13. September die Gäste des Chaos Szene Dance in Empfang nehmen.
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Maila Magica (Salzwedel/Magdeburg) • Drag & Lip SyncingMaila Magica, die im Jahr 2019 erstmals in Salzwedel auftaucht, ist eine eine typische Altmärkerin: Sie sagt, was sie denkt, möchte niemandem gefallen und trägt selbst die gewagtesten Fetzen mit Würde. Maila ist die flippige Diva vom Dorf, bei der man nie genau weiß, ob sie den modischen Trends der vergangenen Jahrzehnte hinterherhinkt oder als Erste deren Revival feiert. So oder so zaubert Maila Magica ihrem Publikum gern ein Lächeln ins Gesicht - abra kadabra, simsala bim!
Maila Magica ist beim allerersten Szenetreff im Oktober 2022 aufgetreten – Ehrensache, dass sie zur Eröffnung der Szene die Party eröffnet. |
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20 Uhr
JUBELSZENE Verleihung der Goldenen Szeneklappe für besonderes Engagement für queere Menschen im Altmarkkreis Salzwedel an die Vereinsmitglieder des Bündnis für Demokratie Altmark. Die Laudatio spricht Bildungsreferentin und Salzwedeler Stadträtin Cathleen Hoffmann. Das Bündnis für Demokratie hat in der kurzen Zeit seit seiner Gründung den westaltmärkischen Festtagskalender um das alljährliche Bügelbrettpicknick auf dem Gardelegener Marktplatz am 17. Mai (IDAHOBIT) bereichert. Für die Ehrenamtlichen des BfD gehört Aktivismus gegen Queerfeindlichkeit ebenso selbstverständlich zur Demokratie gehört wie Sonntagsfrage und Gewaltenteilung. |
Abby Tension (Arneburg-Goldbeck) • Drag & Lip SyncingDie selbsternannte "Drag-Ikone der Altmark”, Abby Tension, besticht vor allem durch ihre Scharfsinnigkeit, ihre Allüre und einen Glamourfaktor, der zwischen Jeetze und Havel seinesgleichen sucht. Wer diese Drag Powerfrau aus Sachsen-Anhalt live erleben durfte, erinnert sich an mitreißende Bühnenperformances und Schienbeine, die so robust sind wie der Stahlrohr-Kantinenstuhl 3101 aus dem VEB STIMA.
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Die Kultur-Nische e. V. / Szene dankt ihren Unterstützer:innen und Kooperationspartner:innen:


































